
Dieser Einsatzbefehl wird immer wieder bei schweren Verkehrsunfällen ausgerufen! Eingeklemmte Personen in verunfallten Fahrzeugen zu retten, braucht besonders gut ausgebildete Feuerwehrmänner.
Am 5.November 2011 absolvierten 21 Feuerwehrmänner der Stadtfeuerwehr Grieskirchen das "Technische Hilfeleistungs-Abzeichen".
Durch eine über Wochen andauernde Sonderausbildung wird für schwierige Verkehrsunfallsituationen trainiert. Sehr viele freiwillige Stunden wurden investiert.
Vor den kritischen Augen der erfahrenen Bewerter wurden in einer gewissen Zeit alle relevanten Handgriffe und das Zusammenspiel der Einsatzmannschaft in Verkehrsunfallsituationen überprüft.
Die Bedienung des schweren hydraulischen Rettungsgerätes - Spreizer und Schere wiegen jeweils meist ca. 20 kg - erfordert besonders hohes technisches Verständnis.
Feuerwehrkommandant ABI Erwin Hangl und die Ausbilder BI Erwin Kuzeja und E-BI Josef Rathwallner freuten sich über die perfekten Leistungen ihrer Feuerwehrmänner und über die bestandene THL-Prüfung aller Teilnehmer.
„Jeder erwartet sich in einer Notsituation professionelle und schnelle Hilfe“, so Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Josef Schwarzmannseder, der es sich nicht nehmen ließ, persönlich dieser Prüfung beizuwohnen.
Ein Dank gilt den freiwilligen Bewertern unter der Führung von HAW Helmut Chalupsky für die Prüfungsabnahme.
THL in Gold: HBM Norbert Scharinger, HBM Daniel Brunner, OBM Alois Kaltenböck, OLM Johann Wurm, OLM Werner Humer, LM Christoph Koch;
THL in Silber: HBI Ing. Klaus Hemmers, HBM Robert Kornhuber, LM Thomas Zwicklhuber, HFM Gerald Brunner;
THL in Bronze: HLM Albert Santer, HLM Hannes Schwarzmannseder, HLM Franz Mair, HFM Alexander Hemmers, OFM David Schmid, OFM Stefan Gruber-Einsiedler, FM Michael Zauner, FM Florian Kuzeja, FM Simon Kaiser, FM Dominik Mauernböck, FM Robert Vranze, PFM Stephan Reischl, PFM Wolfgang Kapfer,
Informationen zum Technischen Hilfeleistungsabzeichen THL
Die Technische Hilfeleistungsprüfung dient zur Vertiefung und Erhaltung der Kenntnisse bei technischen Hilfeleistungen mit dem Schwerpunkt: Einsatz bei einem Verkehrsunfall.
Die Prüfung wird in einer Gruppenstärke von 1:9 durchgeführt d. h. 1 Gruppenkommandant und 9 Mann. Die Ausbildung für die Leistungsprüfung erfolgt hierbei in erster Linie in der Feuerwehr. Die Vorbereitungen für die Prüfung sind so ausgerichtet, dass vor allem die Geräte für die technische Hilfeleistung und der Einsatz des hydraulischen Rettungsgerätes schwerpunktmäßig beübt werden.
Nach Abschluss der Vorbereitungen in der Feuerwehr wird die Prüfung abgelegt. Bei erfolgreich abgelegter Prüfung erhält jeder Teilnehmer ein Technisches Hilfeleistungsabzeichen, je nach Stufe (Bronze, Silber oder Gold). Die Abnahme erfolgt durch ein Bewerterteam welches vom Landesfeuerwehrverband nominiert wird und erfolgt vor Ort, d.h. im Wirkungsbereich der jeweiligen Feuerwehr.
Prüfungsdurchführung
Die Gruppe hat die Aufgabe einen Verkehrsunfall zu bewältigen. Der Verkehrsunfall hat sich bei Dunkelheit ereignet und eine Person ist im Fahrzeug eingeklemmt. Die Prüfung gliedert sich in zwei Bereiche:
1. Theoretische Prüfung:
Jeder Teilnehmer muss 2 Geräte im Fahrzeug zeigen
2. Praktische Prüfung:
Retten der eingeklemmten Person mit den hydraulischen Rettungsgeräten (Spreizer und Schere).
Die Gruppe muss den praktischen Teil der Prüfung in einer Zeit zwischen 130 und 160 Sekunden bewältigen. Die Schwerpunkte liegen hierbei besonders bei der fachgerechten Absicherung der Unfallstelle (Selbstschutz), Aufbau eines zweifachen Brandschutzes (HD - Rohr und Feuerlöscher) und Rettung der eingeklemmten Person aus dem Fahrzeug (Einsatz der hydraulischen Rettungsgeräte).
Die Prüfung kann in drei Stufen (Bronze, Silber und Gold) abgelegt werden. Die Wartezeit zwischen den einzelnen Stufen beträgt 2 Jahre. Bei Stufe Bronze werden alle Positionen bereits bei der Anmeldung festgelegt. Bei Stufe Silber werden die Positionen des Gruppenkommandanten und Maschinisten bei der Anmeldung festgelegt, alle anderen Positionen werden erst bei der Abnahme zugelost.