
Drehleiter mit Korb (DLK 23-12) der Feuerwehr Grieskirchen
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Stand Oktober | 2010
| Allgemeine Daten: |
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| Fahrzeugbezeichnung: |
Drehleiter |
| Taktische Bezeichnung: |
DLK 23-12 PLC |
Stützpunkt Standort:
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Feuerwehr Grieskirchen | A-4710 |
| Funkrufname: |
Leiter Grieskirchen |
| Baujahr: |
2001 |
| Besatzung: |
1:2 (Truppführer, DL-Maschinist, Truppmann |
| Einsatzgebiet: |
Gemeinden des Bezirkes Grieskirchen |
| Alarmierung im Einsatzfall: |
Florian LFK |
| Alarmierung für Übung: |
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Technische Informationen über die Drehleiter der FF Grieskirchen und deren mitgeführte Gerätschaften:
| Fahrzeugtype: |
Steyr 15S28 |
| Bezeichnung: |
DLK 23-12 PLC |
| Länge: |
9,90 Meter |
| Breite: |
2,40 Meter |
| Höhe: (fahrbereit) |
3,30 Meter |
| Gesamtgewicht: |
15 Tonnen |
| Antrieb: |
Hinterrad, 9 Gang Getriebe |
| Leiteraufbau/Hersteller: |
hydraulisches Rettungsgerät mit Korb / Metz |
| max. Rettungshöhe: |
30m bei 75° |
| Beispiel für Ausladung: |
23m Rettungshöhe bei 12 Meter Ausladung |
| max. Aufrichtewinkel: |
ca. 75° |
| 4 Stützen, Abstützbreite min/max Breite: |
2,70 Meter bis 4,50 Meter variabel |
Aufstellfläche: Muss tragfähig und möglichst eben sein. Bei Neigungen über 7° ist nur eingeschränkter Leiterbetrieb möglich.
Auf die Verkehrssicherung achten. Auf Hindernisse achten (Stromleitungen, Straßenlaternen)
Auf den Trümmerschatten achten. (Herumfliegende Teile) Ausreichend Abstand zu Baugruben, Böschungen, Kanälen usw. halten.
Vorausschauend: Hydraulische Rettungsgeräte brauchen für den erfolgreichen Einsatz die besten Standplätze bzw. Aufstellflächen. Meistens sind diese jedoch bei Eintreffen schon von anderen Fahrzeugen besetzt.
Der Einsatzleiter macht sich bereits in der Erstphase des Einsatzes taktische Gedanken darüber, ob Zufahrten und Standflächen für hydraulische Rettungsmittel benötigt werden.
Ausrüstung zur Brandbekämpfung:
Ein B-Wendestrahlrohr mit 30m B-Schlauch (Farbe orange) zur Brandbekämpfung. Die Durchflussmenge ist über das Strahlrohrmundstück einstellbar. Der Korb kann zusätzlich mittels Wassernebel vor zu starker Hitzestrahlung und Rauch geschützt werden.

Foto: Wendestrahlrohr
Ausrüstung zur Personenrettung bzw. Höhensicherung:
Am Korb kann eine mitgeführte Krankentrage (Standard-Trage vom Roten Kreuz) befestigt werden. Damit ist es möglich auch verletzte Personen von erhöhten Standorten z.B.: Balkone sicher liegend zu Boden zu bringen. Mittels der Korbtrage, die unter dem Korb befestigt wird kann eine verletzte Person aus Silos oder anderen Schächten schonend gerettet werden. Weiters wird ein Dreibein mitgeführt. Das „Dreibein“ kann in Verbindung mit dem Rollgliss Ab- und Aufseilgerät zur Personenrettung aus Kanälen oder Liftschächten eingesetzt werden.
Foto: Krankentrage im Einsatz
Ausrüstung zur Beleuchtung:
Am Korb können 2 Stück 1000W Scheinwerfer angebracht werden. Somit kann ein großer Lichtkegel erzeugt werden. Ein Stromerzeuger 11kVA sorgt für ausreichend Energie. Verlängerungen vorhanden.
Durch die erhöhte Lage der Scheinwerfer, ist ein fast schattenfreies Arbeiten möglich.
Foto: Stromerzeuger 11kVA und Scheinwerfer montiert
Ausrüstung zum Belüften:
Ein Benzinbetriebenes Überdruckbelüftungssystem wird mitgeführt und kann zur Verdrängung von Rauchgasen eingesetzt werden. Der Hochdruckbelüfter kann auch im Korb der DLK eingesetzt werden.
Foto: Hochdruckbelüfter
Ausrüstungen zum schonenden Umstellen von PKW’s:
Es werden 4 Rangier „Wägen“ mitgeführt. Damit lassen sich PKW’s die eine Feuerwehrzufahrt verparken oder aus dem Gefahrenbereich gebracht werden müssen schonend an den Reifen anheben und durch Muskelkraft in Sicherheit schieben.
Foto: Rangierwagen im Einsatz
Sonstige mitgeführte Ausrüstungsgegenstände:
Kettensäge mit Zubehör (Sicherheitsausrüstung) Wasserführende Armaturen für das Wendestrahlrohr (Verteiler, C-Schläuche, 30m B-Schlauch (orange) Kupplungsschlüssel),
Stromerzeuger 11kVA (MAG Energie) 2x Umluftabhängiger Atemschutz, Fluchthauben.
Beschreibung von Einsatzmöglichkeiten:
Die wichtigsten Aufgaben für die Drehleiter sind: Menschenrettung aus Höhen und Tiefen Brandbekämpfung, Lüfter EinsatzTechnische Hilfeleistungen
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Personenrettung:Am Leiterkorb kann eine Halterung für eine Krankentrage montiert werden. Damit ist es möglich, eine auf der Trage (Rotes Kreuz oder Notarzt) liegende verletzte Person schonend und liegend zu transportieren. Weiteres kann die Drehleiter mittels einer unter dem Korb montierten Korbtrage (orange) auch zur Rettung von Personen aus Baugruben oder ähnlichen Tiefen eingesetzt werden. (Höhensicherung) Mittels dem mitgeführtem Rollgliss Ab- und Aufseilsystem können Personen aus engen Schächten gerettet werden. Die Drehleiter kann auch als „Rettungsbrücke“ eingesetzt werden. Dabei wird der Leiterpark fix aufgelegt und Personen können dann Hindernisse oder Höhen zu Fuß selbständig überwinden. (Personen dürfen nur bei abgestelltem Motor sich am Leitersatz aufhalten. Sprossengleichheit ist möglichst herzustellen)
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Löschangriff von außen: Anwendung mit Personal (nur mit Atemschutz) und ohne Personal im Korb. Hierzu kann am Korb ein Wendestrahlrohr (Monitor) 1550l/min bei 12 bar und einer Wurfweite von bis zu 50m montiert werden. Damit kann direkt von außen das Feuer bekämpft werden. Wenderohr-Einsatz nur in spannungsfrei geschalteten Anlagen oder in Absprache mit dem Betreiber.
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Löschangriff von innen: Der Angriffstrupp (mit Atemschutz) kann vom Leiterkorb aus über einen Balkon oder durch ein Fenster ins Gebäude eindringen. Über das Wendestrahlrohr kann auch ein C-Hohlstrahlrohr eingesetzt werden. Auch ein Weiterführen der der Angriffsleitung in das Gebäude ist möglich.
Die Pflichtsbereichsfeuerwehr verlegt dazu bis zur Drehleiter eine B – Zubringerleitung mit entsprechendem Druck (max.12bar). Schlauchleitungen sind langsam zu Befüllen um Druckstöße und Druckschwankungen zu vermeiden! Ein Schaummitteleinsatz über die Drehleiter ist nicht geplant, ist jedoch auf Anforderung des Einsatzleiters möglich. (Grund: Der chemische Schaum greift die technischen Teile der Leiter an und führt dabei zu erheblichen Schäden)
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Beleuchtung und Übersicht: Am Leiterkorb können zwei Scheinwerfer mit 1000W zur Ausleuchtung einer Einsatzstelle befestigt werden. Der Einsatzleiter kann sich von einem erhöhten Standpunkt aus ein gutes Lagebild des Einsatzes machen. Dokumentation des Einsatzgeschehens.
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Belüftung: Die Drehleiter führt ein benzingetriebenes, leistungsstarkes Überdruckbelüftungsgerät (Hochleistungslüfter) mit. Das Gerät kann auch vom Korb aus eingesetzt werden um Räume vom Rauch zu befreien.
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Technischer Einsatz: Die Drehleiter kann im Einsatzfalle auch zum Anheben von Lasten eingesetzt werden. (Lasthaken im ersten Leiterpark verwenden). In der Drehleiter mitgeführte Kettensäge kann im Einsatzfalle zum Öffnen von Dächern Holzbebälk) und zum Beseitigen von Ästen eingesetzt werden. (Schutzausrüstung) Einbringung von Strom über den Korb in das Gebäude. Allgemeiner Einsatz von Geräten vom Korb aus. (keine Mal- und Anstricharbeiten)
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Freimachen von Verkehrswegen: Mit Rangierwägen können PKW’s, die Feuerwehrzufahrten blockieren schonend entfernt werden.
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