Realistische "heiße" Feuerwehrübung

Samstag, 19.Februar 2011 10.10 Uhr. Übungsobjekt war ein Abbruchhaus in der Wagnleithnerstraße in Grieskirchen. Hilfeschreie, starker Rauch aus den Fenstern, hörbare Explosionen und herumirrende Nachbarn. Dieses realistische Szenario fanden die Feuerwehrmänner der Stadtfeuerwehr Grieskirchen beim Eintreffen vor.

Die Lage stellte sich sehr dramatisch dar, weil ein Fettbrand in der Küche bereits so stark fortgeschritten war, dass sich die Personen im Haus nicht mehr ins Freie flüchten konnten. Durch einen elektrischen Defekt entstand zeitgleich im Keller ein Vollbrand mit starker Hitzeentwicklung. Das Feuer fand in der Sauna reichlich Nahrung und stellte die Einsatzkräfte vor große Aufgaben.
Große Hitze, Feuer und Rauch. Die Meldung, dass insgesamt 6 Personen vermisst wurden, veranlasste die Einsatzkräfte alle Räume mit schweren Atemschutz und Wärmebildkameras zu durchsuchen. Alarmstufe 2 wurde ausgelöst.

Ein Atemschutztrupp im Keller wurde von herabstürzenden Holzbalken verletzt. Sofort eilte ein Reserveatemschutztrupp den Kameraden zur Hilfe.

Eine vermisste Person konnte sich  auf das Dach retten, stürzte jedoch durch die Dachziegel unglücklich ab und verletzte sich. Mit Leitern wurde diese Person aus der misslichen Lage gerettet und sicher den Rettungskräften übergeben.

Eine Wasserzubringleitung vom Trattnach-Mühlbach zum Brandobjekt wurde errichtet. Insgesamt wurden 5 Atemschutztrupps eingesetzt. 36 Stk. Atemschutzflaschen wurden verbraucht und durch das Atemschutzfahrzeug der FF Grieskirchen Vorort wieder befüllt. Schließlich wurden alle sechs vermissten Personen gerettet. Die Brände im Haus wurden gelöscht, sowie die Räume belüftet.

Bei dieser Übung wurde die FF Grieskirchen (37 Mann) von den Feuerwehren Oberwödling (10 Mann) und Tegernbach (7Mann) unterstützt. Als Übungsbeobachter waren Frau Bürgermeisterin Maria Pachner, Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Karl Wagner sowie das Rote Kreuz Grieskirchen vor Ort.

Besonders bedanken möchte sich die Feuerwehr beim Hauseigentümer, die Firma Haberfellner Mühle, stellte der Feuerwehr das Abbruchhaus zur Verfügung.

Die umfangreiche Übungsvorbereitungen und die Idee dieser Übung kamen von HBM Daniel Brunner und seinem Team. „Die echten Übungsbrände zu legen und damit die realistischen Übungsbedingungen herzustellen war gar nicht so einfach“ so Feuerwehrkommandant ABI Erwin Hangl, der sich über die Leistung seiner Feuerwehrmänner freute. Auch den vielen Übungsstatisten sein ein Dank ausgesprochen.

Solche Realübungen in Abbruchhäusern sind sehr lehrreich und bieten ideale Bedingungen für die Schulung der Feuerwehrmänner. Bei der Abschlussbesprechung im Feuerwehrhaus gab es für alle Übungsbeteiligten warmen Leberkäse und Getränke.

 

 

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